Montag, Februar 16, 2015

Kurzreviews Februar/I/2015

Hiermit präsentiere ich wiederrum die 16 Filme und 2 Serienstaffeln (ausgeschlossen Filme, die ich mich nicht im Stande sehe zu bewerten, weil ich sie z.B. nur zum Einschlafen gesehen habe und noch nicht beendete Serienstaffeln), die ich bisher im Monat Februar gesehen habe:


Serien-Staffeln
Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer (Season 4) (2014) - (9-9,5)
Malcolm Mittendrin (Season 6) (2004-2005) (6,5-7)

Filme
R.I.P.D. (2013)
Noch einmal wollte ich mir selbst ein Bild machen: verfehlt knapp das Niveau von "I, Frankenstein", Versagen ist dennoch vorprogrammiert bei dieser schamlosen, schlecht getricksten, humorfremden "Men In Black"-Leichenfledderei, die sich einzig wegen dem Geister-Surrogat nicht als Reboot verkaufen lies. Zumal Ryan Reynolds und Jeff Bridges keine Sympathien für sich verbuchen können. (3)

Lucy (2014)
Luc Besson hat "Limitless" gesehen und dachte sich: da fehlt noch meine habituelle Kampfamazone und überhaupt sollte es zu mehr Schießereien mit Triaden kommen. Prompt hat er Scarlett Joahnsson gecastet und einen irren metaphysischen Action-Trip fabriziert, ein schräger Drogenrausch, abstrus unterhaltsam. (6)

Die Nackte Kanone 2 1/2 (1991)
Folgt im Wesentlichen dem Erstling, insofern nicht minder witzig. (7)

Rat mal, wer zum Essen kommt (1967)
Geht sein Thema feinfühlig an, reduziert sich nicht auf ein reines Anti-Rassismusplädoyer, sondern behandelt jeden Standpunkt seiner Protagonisten mit äußerster Vorsicht, Respekt und dem höchsten Maß an  Einsicht und Nachvollziehbarkeit. Höchstens unmotivierten, institutionalisierten Rassismus weist er von vornherein ab. Weil er jedoch denselben Aspekt in jeder Dialogkonstellation durcharbeitet, ergeben sich hin und wieder Längen. (7)
Guess Who - Meine Tochter kriegst Du nicht! (2005)
Das Remake hingegen beschränkt sich darauf, die Hautfarbe zu invertieren und sich größtenteils darüber zu amüsieren, geht ingesamt in Richtung "Meet The Parents"-Epigone. Wegen Bernie Mac und Ashton Kutcher anguckbar. (5,5)

Kiss of the Dragon (2001)
Ist für eine Exo-HK Jet-Li-Produktion nach "Auf der Flucht"-Formel ordentlich, andererseits ist Chris Nahon kein gekonnter Action-Regisseur und Bridget Fonda (oder ihre Rolle) nervt und bremst den Film gehörig. (6)

Fletcher's Visionen (1997)
Konnte ich mir früher bereits keine Meinung drüber bilden. Richard Donners Inszenierung macht das konsumierbar und täuscht vielleicht deswegen über den lahmen Thriller und den enervierenden Mel Gibson hinweg. Unschlüssig. (5)

Haus über Kopf (2003)
Gehört zu der Sorte Film, die ich zu hassen erwartet hatte, um dann positiv überrascht zu werden. Zu Beginn nervt Queen Latifah mit ihrem Gehabe und die Geschichte gewinnt keinen Blumentopf, aber mit der Zeit überwindet der Film seine Rassenklischees, während insbesondere das Zusammenspiel der Darsteller, allen voran Latifah und Steve Martin, Spaß macht, für humorvolle Szenen sorgt. Sympathisch. (6)

White Chicks (2004)
Oh weh. Exakt was man von den Wayans erwartet: Humor der plattesten Art - und irgendwie ist das, zumindest in der ersten Hälfte, in seiner verdrehten Minstrel-Show-Art und den Girlie-Szenen ein Guilty Pleasure. Bonuspunkt für Terry Crews als zotige Joe E. Brown-Version. (4,5)
Ungeküsst (1999)
Solide, die Darsteller sind OK, David Arquette ein bisschen mehr, die süßliche Verklärung der Schulzeit jedoch nicht. Als Liebesgeschichte zudem schwach und spannungslos, als Komödie zu witzarm. (4,5)

Die Maske (1994)
Immer wieder ein kurzweiliger Fantasy-Spaß, so dermaßen in den 90ern hängengeblieben und Jim Carrey ist einfach perfekt für die Rolle der lebenden Comicfigur. (6)

Jungfrau (40), männlich, sucht... (2005)
Irgendwo sind die Charaktere sympathisch, Steve Carell macht seine Sache gut, nur so richtig lachen konnte ich nicht. Ist mir alles zu lahm, zahm und ohne wirkliche Witzdichte. Nicht meins. (5)

Die Bankdrücker (2006)
Happy Madison, Baseball und Rob Schneider. Dann weckt mich, wenn es etwas zu sehen gibt. (4)

Hara-Kiri - Tod eines Samurai (2011)
Wunderschön gefilmtes Remake, ein ruhiger, teils fast schleppender Anti-Samuraifilm, ein düsteres, schwermütiges Drama. Ganz groß. (8)
Stirb langsam 2 (1990)
Airport mit Terroristen, Schießereien, Explosionen und John McClane. Was gibt's daran nicht zu mögen? (8,5)

Fifty Shades of Grey (2015)
Hach ja, ich und meine Freundin wollten was zu lachen haben (bei mir hat's funktioniert). Durchgestyltes, doch langweilig inszeniertes Softcore-Geplänkel, ohne Witz, Tempo oder romantische Kino-Magie, SM-Szenen, bei denen man sich immer fragte, wann Jamie Dornan denn endlich richtig zuschlägt. Einzig die niedliche Dakota Johnson macht noch das beste draus. Zudem wieder mal grauenhafter Musikeinsatz. (4)

















16 - 5,6 (90,0)

Kommentare:

aworldtocome hat gesagt…

Von Game of Thrones habe ich zwei halbe Folgen geguckt und konnte damit nichts anfangen.

Okami Itto hat gesagt…

Muss man auch nicht, aber es sollten einem klar sein, dass "Game of Thrones" in vielerlei Hinsicht die State-of-the-Art-Serie ist, was Drehbücher, Dramaturgie, Schauspielleistungen, Production Design (insbesondere, da andere Größen wie "Boardwalk Empire" oder "Mad Men" inzwischen am Ende angekommen sind) etc. angeht. Zumal sie ein weiterer Schritt ist, Fantasy salonfähig und diskutierwürdig zu machen.